Lovis Corinth
Lovis Corinth und die Geburt der Moderne
Zur Ausstellung
Die große Retrospektive zum 150. Geburtstag Lovis Corinths ermöglicht den einmaligen, in dieser Qualität auf lange Zeit nicht wiederholbaren, Überblick auf sein explosives Werk. Nahezu 100 Gemälde aus allen Schaffensphasen - darunter zahlreiche Leihgaben aus nationalen und internationalen, öffentlichen und privaten Sammlungen - veranschaulichen an herausragenden Beispielen seinen künstlerischen Werdegang. Erstmals werden die Gemälde Corinths mit einer konzentrierten Auswahl von Werken nachgeborener Künstler konfrontiert. Georg Baselitz und Rainer Fetting setzen in ihrer Arbeit bewusst oder unbewusst den Weg fort, den Corinth beschritten hat.Zum Künstler
Malerei als Abenteuer - so lautete die Maxime von Lovis Corinth (1858-1925). Er gilt heute als eine zentrale Figur der modernen Malerei.Thematisch kreist das Werk des in Ostpreußen geborenen Malers und Graphikers um die ewigen Existenzfragen des Menschen, um Eros und Tod, Gewalt und Leidenschaft. Von Beginn an in ständiger Auseinandersetzung mit Meisterwerken europäischer Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts entwickelte Corinth ein spannungsvolles Themenspektrum: Es reicht von der dionysischen Antike zur christlichen Leidensgeschichte, vom intimen Genrebild bis zur subjektiven Landschaftsimpression. An seinen Lebens- und Wirkungsstätten Paris, München und Berlin lebte Corinth in regem Austausch mit seinen Künstlerkollegen und engagierte sich in den wichtigsten Künstlervereinigungen wie der Münchner und der Berliner Secession. Stilistisch ist sein Oeuvre vielfältig und entzieht sich jeder eindeutigen Zuordnung. Akademischen Anfängen folgt die Rezeption und Variation des französischen Impressionismus - zu dessen deutschem Dreigestirn er mit Liebermann und Slevogt zählte. Schließlich mündet sein Schaffen in den expressiven Werken der letzten Lebensjahre. Als künstlerischer Grenzgänger wurde Corinth so, neben Oskar Kokoschka und Max Beckmann, zum großen Einzelgänger der figurativen Moderne im frühen 20. Jahrhundert - und zum vielfältigen Impulsgeber für Künstler bis in die Gegenwart.Rahmenprogramm
Corinth Spezial Sonntag, 31. August, 11 Uhr Lovis Corinth und die Geburt der Moderne Ausstellungsrundgang mit Frau Dr. Ulrike Lorenz (Direktorin Ostdeutsche Galerie Regensburg) und Dr. Hans-Werner Schmidt. Dienstag, 16. September, 18-21 Uhr Aktzeichnen bei Corinth mit Prof. Sighard Gille Max 15 Teilnehmer, Vorkenntnisse erforderlich Teilnahme nur nach Anmeldung unter: Tel. 0341- 21699914 Mittwoch, 17. September, 18 Uhr Corinth heute Ausstellungsrundgang mit Hartwig Ebersbach im Gespräch mit Dr. Hans-Werner Schmidt. Mittwoch, 1. Oktober , 18 Uhr Lovis Corinth in der Grafischen Sammlung des Museums der bildenden Künste Leipzig Führung von Dr. Richard Hüttel Freitag, 10. Oktober, 18 Uhr Corinths Körperphantasien Prof. Dr. Klaus Theweleit (Staatliche Kunstakademie Karlsruhe) spricht in der Ausstellung zu gepanzerten Männern und nackten Weibern und über den langen Abschied aus dem Leben am Beispiel der Selbstporträts von Lovis Corinth. Mittwoch, 15. Oktober, 18 Uhr "Denn das Luder sollte den Johannes dabei ankucken" Corinths "Verzeichnung der Salome" Vortrag Dr. Edda Hevers Das Blutgericht. Ein kulinarischer Lovis Corinth Abend Termine: jeweils Dienstag 19:30 Uhr 9. und 23. September, 7. und 14. Oktober "Das Blutgericht" ist eine Kooperation von ENK, Museum der bildenden Künste Leipzig und Das Herbarium.Führungen
Öffentliche Führungen Sonntag je 11 Uhr 13.7., 20.7., 27.7., 10.8., 24.8., 31.8., 14.9., 21.9. und 28.9. Mittwoch je 17 Uhr 23.7., 30.7., 6.8., 20.8., 27.8. und 10.9. Gruppen- oder Privatführungen Nach Vereinbarung: 45 Euro /Stunde + Eintritt Beratung und Reservierung: Frau Ulrike Otto Telefon: 0341-21699914Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Kerber Verlag Bielefeld/Leipzig, herausgegeben von Dr. Ulrike Lorenz und Dr. Hans-Werner Schmidt. Auf über 300 Seiten enthält er zahlreiche Farbabbildungen und Texte von Serge Lemoine, Ulrike Lorenz, Mario-Andreas von Lüttichau, Marie-Amelie Prinzessin zu Salm-Salm, Klaus Theweleit, Beat Wyss und Michael F. Zimmermann. Erhältlich für 29 Euro an der Museumskasse.Kurzvorstellung Museum
Das Museum der bildenden Künste Leipzig zählt zu den ältesten Bürgersammlungen Deutschlands. In diesem Jahr feiert es sein 150 jähriges Jubiläum. Die Bestände des Museums der bildenden Künste umfassen rund 3.500 Gemälde, 1.000 Skulpturen und mehr als 60.000 Zeichnungen, Grafiken, Aquarelle und Fotografien. Zu sehen sind Meisterwerke vom 15 bis zum 21. Jahrhundert. Höhepunkte bilden die spätmittelalterliche Malerei, die holländische Malerei des 17. Jahrhunderts und deutsche Kunst des 16. und 19. Jahrhunderts. Weitere Schwerpunkte sind das Werk Max Klingers und die Malerei der Leipziger Schule und ihrer Nachfolger. Seit Ende 2004 ist das Museum der bildenden Künste in einem aufsehend erregenden Neubau im Herzen Leipzigs zu Hause. Der Museums-Kubus des Berliner Architekturbüros Hufnagel, Pütz, Rafaelian verbindet in seinem Inneren eine klassische Museumsarchitektur mit hohen kubischen Terrassen und Lichthöfen, die jeweils über mehrere Geschosse reichen und das Haus zur Stadt öffnen. Im April 2005 erhielt das Haus den Deutschen Kritikerpreis für Architektur.Impressum:
Museum der bildenden Künste Leipzig:
Verantwortlich für die Inhalte:Museum der bildenden Künste Leipzig
Katharinenstr. 10
04109 Leipzig
Telefon: 0341 - 216 99 0
Telefax: 0341 - 216 99 999
Email: mdbk@leipzig.de
Internet www.mdbk.de
Kunstforum Ostdeutsche Galerie:
Verantwortlich für die Inhalte:
Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Maximilian Obermeier
Geschäftsführer und Mitglied des Vorstandes
Dr.-Johann-Maier-Str. 5
D-93049 Regensburg
Tel. +49 (0)941 29714-0
Fax +49 (0)941 29714-33
Email: kogregensburg@t-online.de
Internet: www.kunstforum.net
Realisierung:
torpedo leipzig
Agentur für Design und Kommunikation
Härtelstraße 27
D-04277 Leipzig
Germany
Telefon: +49 (0)341-30 86 690
Fax: +49 (0)341-30 86 699
E-Mail: info@torpedoleipzig.de
Internet: www.torpedoleipzig.de